Almeria-Projekt fährt erste „Ernte“ ein
(Stand: Mitte Februar 2011)
Mit der Idee, ein Gewächshaus zu errichten, das sich selbst mit Wasser versorgt, beteiligte sich die Schweiklberger Almeria-Projektgruppe an dem Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft“, einer Kooperation der dm-Drogeriemarktkette mit der UNESCO-Komission, zur Förderung von Nachhaltigkeitsprojekten.
Das Projekt berührt die Teilbereiche Ökologie und Wirtschaft. Das Problem, mit dem sich das Projekt befasst, könnte schon innerhalb weniger Jahre Auswirkungen auf die gesamte EU-Volkswirtschaft haben.
Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien 2010 / 2011 war Bescherung: Das Projekt gehört mit zu den Siegern, die die maximale Fördersumme von 1000,- € gewonnen haben.
Am Freitag den 11. Februar 2011 fand eine Lichtbildpräsentation im dm-Markt Vilshofen statt, die aus der Dokumentation über die Arbeiten an der Baustelle (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Tatjana Lau für die zahlreichen Fotoaufnahmen) und den verschiedenen Ausarbeitungen der Schüler zusammengesetzt war, die sich seit Wintereinbruch an den Computern auf die Recherche und Präsentationsarbeit gestürzt hatten.
Frau Eugénie Erner, die in diesem Zeitraum den Kampf gegen die Tücken von Hard- und Software maßgeblich unterstützt hatte, und der Projektleiter, Matthias Nomayo, nahmen stellvertretend für das gesamte Team den symbolischen Scheck sowie die Auszeichnungen für die Schüler entgegen.
Das nächste ehrgeizige Ziel des Projektes ist, nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage in den erlauchten Kreis der UN-Dekade Projekte aufzusteigen.
Was möchte das Projekt vermitteln?
Auch große und überregionale ökologische Probleme können von "einfachen" Menschen selbst angepackt werden. Das hier vorgestellte Projekt stellt ein Beipiel dar, wie Menschen - bei diesem Modell in einer wasserarmen Region - auch ohne großartiges akademisches Fachwissen mit ihren eigenen Händen "schon mal anfangen können" und, statt auf die Lösung "von oben" zu warten, für "die da oben" selbst ein Vorbild abgeben können.
Das Projekt macht aber auch darauf aufmerksam, dass wir hier in Mitteleuropa Teil des Problems sind: Faktisch importieren wir Wasser aus einer Region, die zu den wasserärmsten in Europa gehört. Warum sollten wir uns also nicht auch an der Problemlösung beteiligen?
Die zur Verfügung stehenden Mittel sind in erster Linie das Engagement und die Muskelkraft begeisterter Schüler, die einen Teil ihrer Freizeit opfern, um in einem spannenden Projekt ein Beispiel zu geben, aber auch, um selbst dabei zu lernen und auch höchst praktische Erfahrungen zu sammeln. Hinzu kommen Werkzeug, ein paar fachmännische Tipps seitens der Gärtnerei des Klosters Schweiklberg, ab und zu auch eine erwachsene helfende Hand und nicht zuletzt die finanziellen und materiellen Unterstützungen durch das Kloster Schweiklberg und den Förderverein der Coelestin-Maier-Realschule, die sich alles in allem zu einem hübschen Gesamtwert aufsummieren.
Bestandteil der Arbeit sind aber auch die Recherchearbeit, die Berechnung der Stoffströme, die Vorbereitung der Messreihen und praktischen Gärtnereiarbeiten sowie die Präsentationsarbeit.
Die Ärmel hochgekrempelt und auf geht’s!
Gleich mit Beginn des Schuljahres 2010 / 2011 ging es los. Hinlangen war angesagt: Planung, Vermessung, Erdaushub, ... Überraschung .... Versetzen der Baustelle und nochmal loslegen (fast wie im richtigen Leben), Setzen der Schalungssteine für das Fundament, ... Wintereinbruch ...
Während der Winterphase ruht die Baustelle. Dafür rödelt die Gruppe mit Hochdruck an den Computern, um eine angemessene Dokumentation zu erarbeiten, denn schließlich ist alles nichts wert, wenn die Botschaft nicht rüberkommt.
Sowie die Witterung es zulässt, wird mit den Betonierungsarbeiten das Fundament fertiggestellt und dann kommt endlich was „für´s Auge“: Die Errichtung des doppelschiffigen Glasbaus.
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Wir halten Euch auf dem Laufenden!
M. Nomayo, Projektleiter