Besuch der Straubinger Synagoge

Welch waren Worte, denn im gläubigen Juden Jesus haben wir Christen die Wurzel unseres Glaubens. Um jüdisches Glaubensleben einmal hautnah zu erleben, besuchten die 6. und 7. Klassen am 17. November 2009 die Straubinger Synagoge.
Um 10 Uhr wurden wir von Frau Alla Perelman vor der Synagoge empfangen. Alle Schüler nahmen in der Synagoge Platz, natürlich mit einer Kopfbedeckung, wie es für männliche Schüler Pflicht ist. Für viele der Schüler ist es das erste Mal gewesen, dass sie ein jüdisches Kirchengebäude von innen besuchen konnten. Im Religionsunterricht der letzten Wochen ist immer wieder auf die große Wertschätzung der Tora in der jüdischen Religion hingewiesen worden. Aber es ist eben doch ein Unterschied, ob man das Thema im Unterricht behandelt oder ob man erlebt, wie eine der wertvollen Torarollen im Toraschrein gezeigt wird, den nur ein männlicher Jude öffnen darf. Vielen Dank in diesem Zusammenhang an Herrn Spitz, der uns diesen beeindruckenden Blick auf die Tora ermöglichte.

Frau Perelman hatte ihren Vortrag damit begonnen, auf die Fragen nach dem Schicksal der Juden unter der Nazidiktatur einzugehen. Betroffen nahmen die Schüler zur Kenntnis, dass von den 120 Juden, die vor 1933 im Straubing wohnten, kaum einer überlebte und fast alle deportiert wurden. Für ca. 1500 aus ganz Niederbayern ist heute die Synagoge in Straubing die zentrale Anlaufstelle zu den beiden Gottesdiensten am Sabbat, am Freitag Abend und Samstag Vormittag, wozu uns Frau Pelleman herzlich einlud. Danach ging sie auf die verschiedenen Bräche der Juden ein, allen voran die koscheren Essensvorschriften.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal besonders bei Frau Perelman für die freundliche Aufnahme und die interessanten Eindrücke bedanken. Durch diesen Besuch wurden Berührungsängste abgebaut, falsche Vorstellungen revidiert und Vorurteile richtig gestellt.
Fabian Grabmeier