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Das „Almeria-Projekt“

 

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Wer im südspanischen Andalusien die A7 in Richtung Granada fährt, passiert ein sehr eindrucksvolles „Panorama“: Der Fahrer erblickt vor sich die blaue Küste, rechts erheben sich die rauen Berge der Sierra de Gádor. Dazwischen bedeckt ein Meer aus weißen bis schmutzigen Plastikplanen das gesamte Tal – über ca. 350 km2 Fläche erstreckt sich heute in der Provinz Almería das Plastikmeer der Treibhausplantagen, und täglich kommen neue hinzu.

Es ist noch nicht sehr viele Jahre her, dass die Provinz Almería zu den ärmsten Regionen Spaniens gehörte. Heute zeugt das gepflegte Bild, das die Ortschaften bieten, von einem Reichtum, den das „mar del plastico“ vor ca. 25 Jahren in den ehemals armen Süden brachte. Kleinstädte wie El Ejido verfügen heute über Pro-Kopf-Einkommen, die sich mit den höchsten des Landes messen lassen.

Die Freude an diesem Reichtum, der sich dort auf nur wenige Begüterte verteilt, wird voraussichtlich nur noch wenige Jahre anhalten. Die Region gehört gleichzeitig zu den wasserärmsten Regionen in ganz Spanien. Aus immer größeren Tiefen und aus Flüssen in immer größeren Entfernungen wird Süßwasser in die Region gepumpt, um den gigantischen Wasserbedarf der größten Gemüseproduktion in Europa zu decken. Wenn nicht schon in naher Zukunft neue Wasserquellen erschlossen werden, sitzt die Region bald im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen.

 

 

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Das „Almeria-Projekt“ will nun zeigen, dass es auch anders gehen könnte.

Prinzipiell lässt sich ein Gewächshaus mit einer Meerwasserentsalzungsanlage kombinieren, so dass sich das Gewächshaus „selbst mit Wasser versorgen“ kann.
(Meerwasser steht dort in nächster Nähe unbegrenzt zur Verfügung)

 

Wir werden in unserem Forschungsprojekt selbst auf 20 Quadratmetern ein Gewächshaus errichten, in das wir Verdunstungsbecken integrieren, aus denen das Gewächshaus mit Wasser versorgt wird.

 

 

Projektleiter:

Dr. rer. nat. Matthias Nomayo


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